Joggen – 1 – 2,5 Stunden je Woche genügen

Veröffentlicht am 10.02.2016

Joggen: na gut – aber wie lange?

Nicht nur das sonnigere Wetter verleitet uns wieder zu mehr Bewegung. Joggen ist im Trend ! Wissenschaftlich hat sich gezeigt, dass eine höhere Lebenserwartung von 5,6 (Frauen) und 6,2 (Männer) Jahren zu erreichen sind (Copenhagen Heart Study). Untersucht wurde nun die optimale Laufdauer. Und es gibt gute Nachrichten für die gemütlichen Läufer: 1 bis 2,5 Stunden pro Woche mit langsamer bis durchschnittlicher Geschwindigkeit an 3 Tagen die Woche genügen, um das Mortalitätsrisiko bis zu 70 % abzusenken. Langsam ist mit 8 km/h definiert. Schneller und häufiger darf man, bringt aber keinen weiteren Benefit; das Mortalitätsrisiko ist hier nur um 34 % geringer. Anstrengendes und schnelles Laufen dagegen kann das Mortalitätsrisiko verdoppeln im Vergleich zu Bewegungsmuffeln.

Peter Schnohr et al., Dose of Jogging and long-term Mortality: The Copenhagen City Heart Study, Journal oft he American College of Cardiology 2/2015;5: 411-419

Und auch wirtschaftlich gesehen könnte sich etwas körperliche Betätigung lohnen:

Durch regelmässige sportliche Betätigung werden auch Eigenmotivation, Ausdauer, Selbstdisziplin, Selbstvertrauen und der Umgang mit Stress verbessert. Leistungsbereitschaft und Produktivität wurden gesteigert. Die Folge war eine 5 %-ige Steigerung des Einkommens und das schon bei 1 mal Sport in der Woche an der frischen Luft! Arbeitslose sollten sich Laufgruppen anschließen oder einen Mannschaftsport ausüben, da die Ausdauer bei der Stellensuche größer und das Auftreten selbstbewusster war. Natürlich sind die Vorteile des regelmässigen Sports am größten, wenn bereits in der Kindheit begonnen wurde, da die soziale Kompetenz wie auch schulische Leistungen verbessert wurden.

Diese Daten beruhen auf einer Analyse des IZA (Institut zur Zukunft der Arbeit). Michael Lechner; Sports, exercise and labor market outcomes increasing participation in sports and exercise can boost productivity and earnings ; IZA Report 2/2015