Stearinsäure ist für Mitochondrien leistungssteigernd

Veröffentlicht am 10.02.2016

Im deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wurde ein neuer Signalweg gefunden, der die Mitochondrienfunktion steuert. Stearinsäure, eine Fettsäure aus 18 C-Atomen, wurde bislang als einfaches Stoffwechselprodukt gesehen. Im Tierversuch mit Fliegen erwies sich die Fettsäure als Substanz mit Signalfunktion für Mitochondrien. Gezüchtete Fliegen, die keine Stearinsäure mehr bilden konnten, waren nicht lebensfähig und kamen über das Puppenstadium nicht hinaus. Bei Zugabe von Stearinsäure zum Fliegenfutter verschmolzen die Mitochondrien und waren leistungsfähig. Dieses Modell wurde auf Fliegen übertragen, die aufgrund eines Mitochondriendefektes Parkinson-ähnliche Symptome zeigten. Auch hier besserten sich durch Stearinsäurezusatz die motorischen Fähigkeiten.

Die Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf menschliche Zellen ist Gegenstand weiterer Studien.

Senyilmaz D et al. Nature 2015, DOI:10.1038/nature14601